Wachsreste verwerten — so wird aus Kerzenstummeln wieder Licht
In fast jedem Haushalt steht irgendwo eine Schale mit Kerzenstummeln, ausgebrannten Teelichtern und Wachsresten. Wegwerfen tut weh, denn Wachs ist reiner Brennstoff — nur der Docht fehlt. Genau an dieser Stelle setzt ein Schmelzlicht an.
Was Sie brauchen
- ein feuerfestes Gefäß: Keramikschale, dickwandiges Glas, Metallschale oder Betonfeuer
- Wachsreste, gern gemischt
- einen Schmelzlichtbrenner mit Glasfaserdocht
Reste richtig vorbereiten
Sammeln Sie die Reste in einer Dose und nehmen Sie Dochtreste, Metallplättchen der Teelichter und Streichholzköpfe heraus. Diese Teile verstopfen mit der Zeit den Docht. Paraffin, Stearin, Sojawachs und Bienenwachs dürfen gemischt werden; sie schmelzen bei leicht unterschiedlichen Temperaturen, das stört im Betrieb nicht.
Warum nicht einfach einen neuen Docht hineinstellen?
Ein Baumwolldocht brennt mit ab. Nach kurzer Zeit steht er unter dem Wachsspiegel und erlischt. Ein Glasfaserdocht verbrennt dagegen nicht — er transportiert nur das flüssige Wachs nach oben. Deshalb bleibt die Flamme über Stunden gleich hoch, solange Wachs vorhanden ist.
Die richtige Höhe
Der Brenner soll etwa 1 bis 2 cm über den geplanten Wachsstand hinausragen. Für flache Teelichtgläser reicht der 36er, für klassische Schmelzfeuer-Schalen sind 80 bis 86 mm üblich, für hohe Gefäße und den Garten nimmt man 103 oder 128 mm.
Sicherheit
Offenes Feuer nie unbeaufsichtigt lassen, das Gefäß auf eine feuerfeste Unterlage stellen und Abstand zu brennbaren Dingen halten. Zum Löschen die Flamme ersticken, nicht auspusten — sonst spritzt flüssiges Wachs.